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 Beratung und Planung

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Serena

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Schriftfarbe : #A8C831
Spitzname : Rage

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   So Jan 24, 2010 7:56 pm

Cola. Hm, jetzt hätte sie gern noch eine Flasche. Auch ohne Kokain machte das Zeug irgendwie süchtig. Und bei jemandem, der wie Rage eh anfällig für allen möglichen süßen Scheiß war, war Cola durchaus tödlich. So wie alles andere auch. Gummibärchen zum Beisüpiel. Wenn man einen davon gegessen hatte, konnte man nicht mehr aufhören, bis gnädige Mitbewohnerinnen das Flehen erhörten und die Teile wegsperrten. Im Küchenschrank mit Vorhängeschloss. Das war der richtige Ort für Süßigkeiten. Der Kühlschrank, besonders das Eisfach, verdiente ihrer Meinung nach auch ein Schloss. Eiscreme war noch schlimmer als Cola oder Sachen Marke Haribo. Schokoladeneis, das war ihr Todesstoß. Ging nicht nur direkt in die Hüften, es erreichte auch gleich den Bereich ihres Gehirns, der für Sucht zuständig war und sofort Alarm schlug. Drogenalarm, Achtung, Schokoladeneiszufuhr erheblich verstärkt!
Na toll, jetzt stand sie hier und wollte Schokoladeneis. Aber es gab keins, weit und breit nicht. Sie müsste mit Big Apple erst zur nächsten Tankstelle fahren und würde dann sicher in eine Art Rausch verfallen und nicht nur ein Mini Milk Schoko, sondern gleich fünf davon essen. Die waren aber auch zu klein, ein Haps und die waren nicht nur im Mund, sondern gleich im Magen.
Statt sich mit Schokoeis zu vergnügen, stand sie hier und unterhielt sich also mit Venom. Irgendwie spielten sie verkehrte Welt, So schien ihr das zumindest. Man tat Dinge, die man sonst nie tat und ließ Dinge sein, für die man eigentlich lebte.
Und der Kerl kannte ihren Namen. Woher denn das bitte? Na ja, vielleicht war sie etwas bekannter, als sie gedacht hatte. Schlimme Nachrichten sprachen sich eben schnell rum, und Rage war eine seeehr üble Nachricht. Eine von der Sorte, bei der man die Augen verdrehte und leise seufzte, weil man hoffte, dass diese Nachricht einem nicht passieren würde.
Rage hörte Venom einfach zu und nickte. In ihrem Kopf konnte man förmlich die Pünktchen sehen, die sich aneinander reihten. Man war der tiefsinnig. Dabei hatte sie einfach nur labern wollen und er wurde gleich so… So halt. Tiefsinnig. Ein Fehler im Ausdruck für eine Widerholung.
Sie hob eine Hand und drehte den Lolli einmal in ihrem Mund, fuhr mit der Zunge darüber um mehr Zucker aufzunehmen. Zucker war gut, Zucker war wie Benzin für ihren Tank. Tuff tuff.
Tja. Und dann kam der Satz, bei dem sie beinahe Lolli und Stiel verschluckt hatte. Sie konnte das Teil herausziehen und ein Husten verkneifen, ihre Miene normal halten. Er wollte etwas mit ihr trinken gehen? Ähhh. Kannte er die Gerüchte über sie nicht? Man, kein normaler Kerl wollte mit ihr ausgehen! Na ja, abgesehen von einem. Einem, der es irgendwie geschafft hatte, sie zu beeindrucken, indem er sie vor dem Hochhaus so plump angemacht hatte und versucht hatte, sie umzubringen. Und Venom, tja, der wollte sie nicht umbringen, wollte stattdessen mit ihr ausgehen.

Und du bist nicht verkrampft, oder wie?“,

entgegnete sie und grinste leicht. Kein lockerer Spruch auf den Lippen, stocksteif dastehen - und dann sollten die anderen, die an den Wänden lehnten und brabbelten verkrampft sein? Sie stand hier vor Mr. Verkrampft hoch 4!

Nimm es bitte nicht persönlich, aber ich geh nicht so gerne deswegen aus. Ich bin der Kumpeltyp. Schau mich an, auf meiner Stirn steht es beinahe geschrieben: kein Typ zum Kennenlernen. Außerdem, wir reden doch jetzt miteinander, oder?

Sie stopfte sich den Lolli zurück in die Schnute und nuckelte eifrig daran herum. Junge, was für eine Situation. Es wollte tatsächlich jemand mit ihr ausgehen, der nicht bekloppt war!
Drei rote Kreuze im Kalender!


(selber Ort xx spricht immernoch mit Venom)
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Pacem

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Spitzname : Pacem

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   So Jan 24, 2010 11:29 pm

Gelangweilt sah Rob sich im Raum um. Alle waren älter als er, er kannte niemanden, und das Büffett war auch beschissen. Er tigerte nervös im Raum umher, klickte auf seinem Telefon herum und suchte nach Musik. Spontan beschloss er, Caro eine SMS zu schreiben. Vielleicht hatte sie später ja Zeit für ein Date, schliesslich war sie ja nicht beschäftigt.
Wenig später hatte er sich einen Text zurechtgelegt, und tippte ihn ein.
Entweder würde er den Korb seines Lebens kriegen, oder aber sie würde ihn auf ein Date begleiten.
Zufällig blickte er hinüber zur Tür, die sich in diesem Augenblick öffnete.
Als sie hineinkam, stockte ihm der Atem. Diese Art, ihre Haare auszuschütteln war einfach geil.
Sie hatte ihn offensichtlich gesehen, jedenfalls kam sie direkt auf ihn zu.
Als sie ihn erreicht hatte, und ihren obligatorischen Teil losgeworden war lächelte er sie nur an, strömte eine Weile der Zufriedenheit aus.
"Rob bin ich wohl, aber mein offizieller Name lautet Pacem. Ich manipuliere Gefühle, und nein, das hab ich bei dir nicht gemacht. Naja, nur ein bisschen. Und was kannst du? Frisst du Seelen? Meine ist nämlich weg."
Er zog übertrieben die Mundwinkel nach unten, liess die Unterlippe zucken und versuchte sich an Kuhaugen.
"Hast du sie gefunden?"


*Im Raum, Redet mit Caro*


Zuletzt von Pacem am Mo Jan 25, 2010 11:21 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Darja

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Spitzname : Moonshine

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Mo Jan 25, 2010 8:26 pm

Darja ließ ihren Blick durch den Raum wandern und beobachtet die Schützer. Die meisten schienen einander, wenigstens aber ein, zwei andere, zu kennen und standen in kleinen vor sich hin plappernden Grüppchen herum. Sie nahm einen Schluck aus Ihrer Cola und starrte die Decke an.
Oh wie gerne würde sie jetzt in ihrem Bett liegen und noch oder schon wieder schlafen. Irgendwie fühlte sie sich hundemüde und Kopfweh hatte sie zudem auch noch.
Sie drehte ihren Kopf zum Fenster und war der Sonne einen bösen Blick zu. Für ihren Geschmack was es sehr viel zu hell. So war sie allerhöchstens leicht durchsichtig und das auch nur im Schatten. Darja trat ein wenig auf der Stelle herum und sah sich wieder im Raum um.
Da fiel ihr Blick auf eine Frau mit grün-schwarzem Haar. Achje warum musste dieses verdammt aggressive Weibsbild denn ausgerechnet eine Schützerin sein? Die war doch eindeutig gemeingefährlich und im Moment wirkte sie noch sehr viel mehr gereizter als heute Morgen.
Darja versuchte noch tiefer in den Schatten hineinzukriechen, aber leider war ihr da so eine Wand im Weg. Sie warf einen Blick zur Tür. Ob sie wohl dorthin gelangen könnte ohne großartig aufzufallen? Also eher ohne diesem bissigen Frauenzimmer aufzufallen?
Grade wollte sie loshuschen, als jemand sie ansprach. Darja blickte auf und sah in das Gesicht des Begleiters des bissigem Biests.
Er fragte sie ob es ihr wieder besser gehe. Nunja an sich schon. Darja grübelte kurz nach und entschied sich dann den Kerl nicht mit irgendeinem beschönigtem Statusbericht abzufertigen sondern mit einem kleinem Teil der Wahrheit.

“Ähm ich glaube es geht mir wieder ganz gut, hab nur noch ein wenig Kopfschmerzen.“

Nun gelogen war es nicht. Dass sie innerlich immer noch ein wenig neben der Spur war musste sie ja nun wirklich nicht erwähnen.
Er stellte sich ihr als Seth vor.

“Mh das ist ein schöner Name.“

meinte Darja bloß. Wunderbar. Das gab einhundert Idiotenpluspunkte.

“Ähm…also ehm. Hi. Ich heiße Darja.“

Und noch mal hundert Punkte mehr. Bravo Darja. Sie war Seth ein Lächeln zu, dieses verschwand jedoch schnell von ihrem Gesicht als sie den Todesblick bemerkte, den Seth’s bissige Begleiterin ihr zuwarf.

“Ehm ich glaube ich sollte wohl doch besser von hier verschwinden, bevor mich deine freundliche Begleiterin bei lebendigem Leibe röstet.“

Sie schenkte Seth noch ein kurzes Lächeln und machte Anstalten sich Richtung Tür zu bewegen.


(Im Konferenzraum / Will vor Amara fliehen)
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Caro

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Schriftfarbe : #64000
Spitzname : Caroline

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Mo Jan 25, 2010 11:03 pm

Rob lächelte sie eine ganze Weile an bevor er ihr antwortet und auch wenn sie sein Fähigkeit ganz interesannt fand konnte sie es nicht vermeiden das sie ihr Gesicht verzog bei seiner anschließenden Bemerkung .
" Sind wir heute morgen in den kitschige-Sprüche-Topf gefallen? ", witzelte sie , " falls nicht brauchst du eine verdammt gute Ausrede . Ach und zur meiner Fähigkeit . "
Sie hörte auf zu reden und ließ ihren Körper kurz zu Eisen werden , dann zu Wasser , das sich in einer Pfütze am Boden sammelte und endete damit sich in Luft zu wandeln und um ihn herum zu wehen . Danach nahm sie wieder ihre normale Gestalt an und grinste .
" Ich denke das beantwortet deine Frage ganz gut ."
Plötzlich vibrierte ihr Handy in der Hosentasche .
" Oh sry ", murmelte sie und kramte ihr Handy raus .
Als sie die SMS lass musste sie kurz auflachen und schaute dann Pacem wieder an .
" Ja ich habe heute Abend Zeit und falls diese Besprechung nicht alzu lange dauert dann können wir was unternehmen . Es sei denn mein Auftritt hier ändert was an der Sache ", sie lächelte ihn an und man sah ihm seine Erleichterung an . Witzig , dachte sie , wie schnell man manche Leute glücklich machen kann .
" Und ? Wohin wirst du mich dann entführen ? Ich hoffe nichts langweilliges , das wäre echt fatal . "

( Im konferenzzimmer - redet mit Pacem)


Zuletzt von Caro am Di Jan 26, 2010 10:19 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Venom

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Schriftfarbe : #708090
Spitzname : Venom

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Di Jan 26, 2010 4:09 pm

„Ich bin eher weniger verkrampft schätze ich mal. Aber wenn Alkohol im Spiel wäre, wäre ich sicherlich noch lockerer als sonst. Ich muss mir abgewöhnen zu trinken...“

Bei der Frage ob Rage mal mit Bradley ausgehen wolle schien sie sich erschrocken zu haben. Na ja, er wollte ja nicht gleich mit ihr zusammen sein. Eher neue Bekanntschaften schließen.
Alles lag im Auge des Betrachters. Alle empfanden alles unterschiedlich. Der Eine mochte vielleicht die Stille und ein Anderer verabscheute diese. Und so war es auch bei Rage. Einige würde dieses nervtötende Geschnatter in den Wahnsinn treiben, aber Brad machte dies nichts aus. Er sah halt viele Dinge anders.
Ja… sie redeten jetzt. Trotzdem wäre für Bradley ein externes Treffen mit ihr auch nicht gerade schlecht gewesen.

Plötzlich wurde die Lagerhallentür mit einem lauten Knall geöffnet. Ein Typ betrat diesen Ort. Aus seinem Körper kamen eigenartige Dinge. Bradley hatte keine Ahnung was das war, geschweige denn wer dieser Typ war. Er sah jung aus, doch sein Haar war verblast. Er trug Waffen mit sich, an denen Blut klebte. Eine mysteriöse Gestalt… Brad schaute Rage an und zeigte auf den Typen.

„Ich kenne ja viele Radikale, aber sag mal, Rage… Wer ist dieser Typ da?“


In der Lagerhalle // Macht Rage auf Eterno aufmerksam
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Liam

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Spitzname : Maniac

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Mi Jan 27, 2010 9:01 pm


Liam wurde langweilig. Hier passierte nichts, und irgendwann wurde im Kreis laufen und bei jedem dritten Schritt aufstampfen auch langweilig. Ehrlich! Normalerweise konnte er damit Stunden zubringen, aber hier war er in Gegenwart der chaotischsten Leute der Stadt, Mutanten wie ihm, und nichts passierte. Aber auch gar nichts!

Er tingelte zurück zum Büffett, kippte den Turm der Plastikbecher um und giggelte. Dann drückte er auf den Knopf der Kaffeekanne, wartete bis ein wenig Dampf aufgestiegen war, und drehte dann mit seinem Finger daraus eine kleine Windhose. Aber die wurde auch schnell langweilig, also pustete er sie kaputt.
"Puff!"
Er kicherte. Irgendwas gab es da doch immer, das ihm spass machte. Während er also weiter hinter den Dampfschwaden hertanzte, passierte um ihn herum immer noch nichts.
Wie sein Leben so spielte, wurde ihm auch diese Beschäftigung bald langweilig, und er suchte sich was besseres. Die Tür knallte auf, und hinein marschierte eine der pathetischsten Figuren, die Liam in seinem chaotischen Leben jemals gesehen hatte.


Liam tanzte zu dem Figürchen hinüber, baute sich, ganz der knuddlige kleine Blonde, vor ihm auf, beugte sich vor, schaute dem Typen in die Augen – und was für Augen, das war ja richtig albern. Wie in einem schlechten Horrorfilm. Er lief um ihn herum, betrachtete das ganze Zeug dass der Kerl mit sich rumschleppte, tippte an die Klinge, kicherte und lief wieder weg. Wenig später fuhr irgendwas aus dem Typen raus, und Liam wurde wieder angezogen. Als weiter irgendwelche Sillhouetten aus dem Typen rauskamen, machte er sich einen Spass daraus, zu versuchen sie zu fangen. Irgendwann wurde aber auch dass langweilig, ausserdem kamen keine mehr. Also wandte er sich wieder dem Gesicht dieses Clowns zu, grinste breit und hüpfte auf und ab.
"Du!"
Er stiess ihm den Finger direkt vor die Nase.
"Du siehst merkwürdig aus. Und ich weiss wovon ich rede wenn ich merkwürdig sage!"

geek Bei Eterno, ist ein bisschen nervig zu ihm geek
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Samuel

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Spitzname : Death

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Mo Feb 01, 2010 10:04 pm

Komisch, normalerweise ließ man ihn in Ruhe. Was auch besser so war. Death konnte es nicht ausstehen, gestört zu werde. Gerade, wen er halb tot war. Haha! Halb tot war er ständig, rund um die Uhr. Nur eben... manchmal mehr, manchmal weniger. Auf jeden Fall ließen eben gerade Fremde ihn gerne ihn ruhe. Niemand redete gerne mit dem skeletthaften Jungen. Verständlich. Samuel selbst würde es vermeiden mit sich zu reden, wenn er das irgendwie könnte. Nur leider konnte man vor sich selbst eben nicht fliehen.

Und heute war er nicht einmal angesprochen worden, nein, nun stand schon das zweite redende Subjekt vor ihm. Nebst der Katze, die ihn natürlich nicht angesprochen hatte, nicht im wörtlichen Sinne, sondern eher auf eine unterirdische, seltsame Art, wie nur Tiere es konnten. Es war nur ein Blick gewesen, aus diesen großen, grünen Augen, der Death dazu gebracht hatte inne zuhalten und das Tierchen mit sich zu nehmen. Und sich einen Namen dafür auszudenken. Namen banden. Sie banden seelisch ... gedanklich irgendwie. Selbst wenn es ein noch so abwegiger Name wie Seelenfresser war. Herrje, wie war er nur auf diesen Unfug gekommen?
Death ließ den Blick kurz durch den Raum schweifen, der sich inzwischen gefüllt hatte. Dort war dieser Gefühlsjunge, dem Death lieber mit Vorsicht begegnete. Man konnte nie wissen, ob die Gefühle die man eben fühlte, die eigenen waren, oder die, von denen er wollte, dass er sie fühlte. Aber momentan war er sowieso abgelenkt. Deaths Blick wanderte weiter, er meinte für einen Augenblick das Mädchen von heute Nachmittag im Schatten zu sehen, aber anscheinend.... sie war nicht ganz da? Nunja, sollte ihn nicht weiter interessieren.

Sein Blick wanderte zurück, zu dem Blonden Mädchen, welches nach wie vor vor ihm stand und das Kätzchen auf seiner Schulter anhimmelte. Unwillkürlich musste er grinsen. Da brachte man mal etwas von der Straße mit, und dann wurde es gleich entdeckt und für ... wie war das noch?.... unglaublich niedlich abgestempelt. Verquere Welt!
Ihr lebensgefährliches Krallenviech war inzwischen wieder ganz ruhig und hockte auf der Schulter der Blonden, als könnte es kein Wässerchen trügen. Hah! Nachdenklich vergrub Death die Finger in Seelenfressers rotem Fell.

Oh, und nun hatte sie ihren Namen gesagt. Und nun? Verlangte sie etwa, dass er ebenfalls den Mund öffnete, ebenfalls seinen Namen erwähnte und sich vorstellte. Damit seine Stimmbänder einmal mehr mehr belasten, als er es vertragen konnte. War heute sowieso schon genug gewesen. Er lächelte sie an, nickte einmal kurz, um ihr zu signalisieren, dass er sie verstanden hatte – schließlich war er kein Unmensch. Dennoch wandte er den Blick erneut ab, ließ ihn gedankenverloren durch den Raum schweifen.
Wie war er eigentlich auf die Idee gekommen, Sanitäter auf Lebenszeit zu werden? Er selbst war schließlich halb tot, sein Leben würde nicht mehr allzu lange gehen. Die Hälfte aller Einsätze musste er absagen, weil er bewegungsunfähig im Bett lag. Nun, vielleicht war das der Grund. Weil er etwas anfangen wollte, mit der Zeit, die ihm blieb. Hieß es nicht, dasss Totgesagte länger lebten? Ja, doch, irgendwo hatte er einmal so etwas in der Art gehört. Er musste sich die sache nicht einmal erklären, für ihn lag der Zusammenhang klar auf der Hand.
Manchmal, wenn die Schmerzen so groß waren, dass er in seiner eigenen Wohnung herum kriechen musste, um wo hin zu kommen, dann wünschte er sich manchmal, wissen zu können, wann es endlich so weit war. Ob er sich wirklich noch die Mühe machten sollte, auf sein Bett zu kommen, oder sich Schmerztabletten rein zupfeiffen, oder ob er einfach nur liegen bleiben konnte, bis es vorbei war. Bisher war es immer vorbei gegangen. Und wen es vorbei war, wusste er, dass er nicht wissen wollte, wann es so weit war. Er würde es schon bemerken, wenn es so weit war, keine Frage.

Sanitäter. Langsam wanderte sein Blick wieder zurück zu der Blon.... Kim. War ihm nicht vorhin schon aufgefallen, dass sie ihm bekannt vorkam? Das Wort Sanitäter weckte irgendetwas in him, ein wages Gefühl... Wissen. Und dann erinnerte er sich. Schwach. An eben dieses Mädchen, an welchem er hin und wieder vorbei gelaufen war, wenn es einen Einsatz gab. Gehörte sie nicht in eins der anderen Teams? Aber nicht fest angestellt, so wie er.... wenn er sich nicht irrte.

„Death.“

Aha, nun sagte er also doch seinen Namen. Aber bei... so etwas wie Kollegen sollte das schon in Ordnung sein. Man kämpfte ja...praktisch an einer Seite. Als würde man das nicht so auch schon machen. Er verzog kaum das Gesicht, als die Bänder wieder anfingen zu rebellieren.


(Im Konferenzraum - mit Kim)
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Seth

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Spitzname : Lightning

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Di Feb 02, 2010 3:59 pm

Es war ein seltsames Gefühl, mit jemanden zu reden, von dem man dachte, dass man diesen jemanden kennen konnte. Theoretisch. Aber so ganz sicher war er sich nicht. Nach wie vor. Und gerade an einem Tag wie diesen, an dem er am liebsten die Decke über den Kopf gezogen hätte, und nichts von der Welt mitbekommen würde, war es noch um so einiges schwieriger. Auch die Tatsache, dass Amara hier im Raum war und Eifersüchteleien zu Tage brachte, machte ihm die ganze Angelegenheit nicht wirklich leichter. Aber wenn er es eben, auf einen kurzen Blick richtig gewesen hatte, hatte sich Misha zu ihr gesellt. Himmel, bitte lass ihn keinen Schwachsinn anstellen. Seths Blick wanderte zurück zu dem Mädchen, welches er nach wie vor nachdenklich betrachtete.
Als sie ihm ihren Namen verriet, machte sein Herz einen kleinen Sprung, um sich danach in die Magengegend zu verziehen und zu beschließen, fürs erste genug gearbeitet zu haben. Und nebenher rasten seine Gedanken! Darja! Dieses Mädchen hatte den Namen seiner kleinen Schwester, sah aus wie seine kleine Schwester, wenn er das richtig sah – irgendwie war sie noch immer sehr undeutlich zu sehen, und kannte jemanden, der seinen Zweitnamen trug.
Wenn das nicht einmal viele Zufälle auf einem Haufen waren, dann wusste er auch nicht weiter.
Er folgte ihrem Blick, hinüber zu Amara und sah noch den letzten Überrest ihres Todesblick, bevor sie sich wieder mit Misha unterhielt. Ein Grinsen huschte über sein Gesicht. Was wäre Ama nur ohne ihre Zickigkeit. Doch Darja hingegen schien das gar nicht zu gefallen. Schon machte sie anstalten damit, abzuhauen. Wo das Treffen doch noch gar nicht begonnen hatte.

Nun, nachdenken sollte der Mensch können. Heute war nicht so ganz Seths Tag. Gedacht hatte er an anderen bestimmt mehr, als heute. Und so kam es, dass er seinen Arm ausstreckte und nach dem Mädchen griff, das sich davonmachen wollte, sie sanft am Arm fasste und festhielt. Beinahe hatte er damit gerechnet, durch sie hindurchfassen zu können, doch ihre Haut war existent wie die eines anderen Menschen auch. Was wohl bedeutete, dass sie nur aussah, als würde man durch sie hindurch greifen können.

„Nein, bleib da. Amara ist nur ein bisschen eifersüchtig, das ist alles.“

So freundlich er konnte, lächelte er das fremde – oder doch nicht? - Mädchen an. Natürlich war er sich klar, dass er sie nicht aufhalten konnte, wenn sie wirklich mit ganzem Herzen weg wollte. Er konnte nur hoffen, dass dem nicht so war.

„Derjenige, der dich rösten könnte, wäre ich, aber glaub mir, das würde ich nicht tun. Und wenn ich könnte, würde ich Ama davon abhalten, das zu tun. Es gehört sich einfach nicht.“

Schließlich lockerte er seine, sowieso schon lockeren Finger um ihren Arm wieder, und ließ die Hand wieder sinken. Einen Moment lang forschte er im Gesicht des Mädchens, dann schaffte er es schließlich sich dazu durchzuringen, ihr diese eine Frage zu stellen.

„Darja also?“

Nein! Nicht die! Die andere!

„Ähm... vielleicht kommt dir die Frage jetzt ein bisschen bescheuert vor oder so... aber... äh...“

So, und nun hatte er angefangen, nun musste er es auch zu Ende bringen. Gregor würde ihn sowieso schon wieder dafür schimpfen, dass er keine Eier hatte. Nervös schob er sich seinen Hut ein bisschen aus dem Gesicht, und grinste das Mädchen verlegen an.

„Halt mich bitte für bekloppt oder so... aber ist dein Nachname zufällig Jakobine?“

Na also. War das denn wirklich SOO schwer gewesen? Nein. Und er hatte sich angestellt.... herrjemine, was war das nur für ein absolut bekloppter Tag?!
Hoffentlich lag er Recht in seiner Annahme, ansonsten wäre die ganze Sache jetzt sehr....
nun... peinlich.


(Im Konferenzgebäude -erkundigt sich über Darjas Nachnamen)
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Serena

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Spitzname : Rage

BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Sa Feb 06, 2010 9:10 pm

Gut, das klang jetzt so, als hätte sie es nur mit Bekloppten zu tun. Wenn sie ehrlich war, entsprach das nicht gerade der Wirklichkeit. Aber man konnte an jedem etwas beklopptes finden, wenn man sich nur Mühe gab. Es war ganz einfach. Etwas intensives Starren, Stirn gerunzelt und zack, da war es dann. Das kleine Ding, das den Wahnsinn ausmachte. Ob es nun ein nervöses Zucken war oder die Angewohnheit, immer „nicht wahr“ am Ende eines Satzes zu sagen - das hatte doch etwas Beklopptes an sich, oder? Und der vor ihr war… naja. Okay. War doch ein Bekloppter.
Rage fuhr mit der Zunge über den Lolli und musterte Venom. Soso, er wurde also durch Alkohol lockerer? Wie doof. Sie hatte nichts gegen Alkohol, aber Leute, die nur mit Alkohol auszuhalten waren, waren doch irgendwie langweilig. Und Langeweile war etwas, das sie gar nicht mochte. Dann wurde sie nämlich kreativ und stellte seltsame Dinge an. Einmal hatte sie die Langeweile wirklich geplagt, da hatte sie ihre Wasserpistole - ja, jedes echte Mädchen musste eine riesige Wasserpistole im Schrank haben - mit Farbe gefüllt, hatte sich auf das Dach eines Supermarktes gesetzt und alle, die in den Markt hinein wollten, mit Farbe bespritzt.
Sowas kam dabei raus, wenn sie wirklich nichts Besseres anzufangen wusste. Wie gut also, dass sie heute einen Lutscher im Mund und einen ganzen Raum voller Idioten hatte, mit denen sie sich abgeben konnte. Ach, wie fein. Sie konnte einfach jedem hier auf die Nerven gehen, aber die meisten würden wohl eher ausrasten, anstatt sie so ruhig zu nehmen, wie es Venom tat. Vielleicht war sie doch an den Richtigen geraten. Sie wunderte sich auch immer wieder, dass Yela es mit ihr aushielt. Manchmal sehen ging ja, aber zusammen wohnen mit einem durchgedrehten Hünchen wie Rage? Das war schon Hardcore.
Venom machte sie auf etwas aufmerksam. Langsam drehte Rage den Kopf und sah in die Richtung, in die er wies. Ah ja. Was bitte war denn das?
Irgendwelche Dinger schwebten von dem Kerl weg, der gerade den Raum betrat. Rage öffnete leicht den Mund, schloss ihn wieder, da die Sabbergefahr durch den Lolli zu groß war, und sah wieder zu Venom.

Das mein Freund, ist der größte Freak, den ich je gesehen habe. Also, wenn jemand nach Mutant stinkt, dann doch wohl der. Ich meine, welcher dumme Assi läuft schon mit Schwertern durch die Gegend, noch dazu mit Blut dran? Das frisst sich doch sicherlich ein und irgendwann setzt das Metall Rost an und dann kann er sich einen neuen Schmied suchen. Vielleicht kann er durch die Zeit reisen und ist noch ein bisschen oldschool.

Etwas sehr oldschool. Rage schüttelte leicht den Kopf und beobachtete jetzt die Menge. Da war ein ganzer Haufen von Gesichtern, manche bekannt, manche unbekannt. Und eines war ihr doch sehr bekannt!

YELA, HIERHER!

Gut, sie hätte ja nicht so brüllen müssen und ein Wedeln mit den Armen war auch nicht unbedingt vonnöten gewesen, aber was tat man nicht alles, um die beste Freundin herzulocken. Rage lutschte angeregter ihren Lolli und blickte zu Venom.

Gut, ich bin der größte Freak hier im Raum.

Sie lachte leicht und knuffte Venom in die Seite.


(In der Halle xx steht bei Venom, hat Yela gerufen)
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Misha

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BeitragThema: Re: Beratung und Planung   So Feb 07, 2010 8:55 pm

"Aber ich kenn doch auch niemanden."
Wie er halt so war, begriff Misha nicht sofort, was sie meinte. Als es dann doch noch Klick gemacht hatte, lächelte er sie an, als ob es Absicht gewesen wäre.
oO Wo kämen wir denn hin, wenn mal wer merken würd wenn ich was nicht checke. Nicht gut, gar nicht gut! Oo
"Ich bin Misha. Bote, Einbrecher, so hab ich übrigens Seth "kennengelernt", Schattengeher und Windläufer. Schneller als ein Motorrad in der Innenstadt, unauffälliger als ein Clown im Circus. Okay, beschissener Vergleich.
Auf jeden Fall solltest du mich überhaupt nicht kennen, weil Seth und ich... Nicht wirklich viel Kontakt haben. Bin auch nicht wichtig genug um mich zu erwähnen."

Er griff neben sich, stahl fast schuldbewusst einige Kekse aus der Schale, warf alle bis auf einen in seine andere Hand und liess den übrigbleibenden um seine Finger spielen. Nach einer Weile, die sie sich nur angeschwiegen hatten seufzte er, steckte ihn sich in den Mund und wandte sich wieder Amara zu.
"Hast du ne Ahnung wann das hier anfängt? Ich hab noch nen Job zu erledigen heute."


| Immer noch in diesem doofen Raum, wird ungeduldig. |
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Yela

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BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Di Feb 09, 2010 3:16 pm

Suchen, das war leicht gesagt. Wenn doch so viele Leute auf einem Ort zusammenhockten. Sie beugte sich ein wenig nach hinten, schnappte sich von der Theke ein Glas mit Cola und nuckelte am Strohhalm herum, während ihr Blick über die Mutanten wanderte, auf der Suche nach eben jenen, die es zu finden galt. Aber niemand hatte gesagt, dass Rage schon hier sein würde, wenn sie Einträfe, oder?
Vielleicht hätte sie raus schauen sollen, und nachsehen, ob Big Apple überhaupt schon am Parkplatz stand, oder ob Rage überhaupt noch gar nicht eingetroffen war. Wenn dem so wäre, dann würde sie schließlich ganz und vollkommen umsonst auf irgendwas warten. Sie stellte das Glas neben sich auf der Theke ab, wollte verschwinden.

Kein Puff. Kein Stehen an einem anderem Ort. Kein Kitzeln von irgendwelchen Molekülen, die sich Blitzschnell neu formatierten. Nichts. Nach wie vor saß Yela auf dieser dämlichen Theke und sah über die Menge hinweg. Ihr Blick verfinsterte sich. Aha, nun, dann müsste Mister „Ich schalte mal eben sämtliche Kräfte aus“ also wohl doch in der Nähe sein. Wenigstens etwas. Yela wusste nicht genau, ob sie sich darüber freuen sollte, oder aufregen. Zumindest war es gut zu wissen, dass man die angestaute Wut dann doch noch irgendwann los werden würde. Fragte sich nur, wie lang es dauern würde, bis dem so war.
Nun war ihr Blick so dunkel, dass wohl die meisten am liebsten einen riesengroßen Bogen um sie gemacht hätten. Schließlich gab es wenige, die nicht bereits Erfahrungen mit hübschen jungen Frauen gemacht hatten, die schlechte Laune hatten. Und genau das war sie im Moment. Und das sah man ihr auch an. Besser so. Sie schnappte sich ihre Cola wieder und begann mit gespitzten Lippen wieder an dem Strohhalm zu saugen, während ihr Blick über die Mutanten schweifte.

Eine Stimme hob sich über alle anderen. Yela hob den Kopf, sah in die Richtung, aus der sie wohl ziemlich eindeutig Rage rufen und winken sah. Deutlicher als deutlich. Yela rutschte von ihrer Theke hinunter, trank den Rest Cola aus, und ließ die leere Flasche dort stehen, wo sie eben noch gesessen hatte. Mal eben ihre Kleidung zurecht gerückt, Rages Tasche geschnappt und ab durch die Menge zu ihrer Freundin hinüber. Oh, nicht nur zu ihrer Freundin, wie es aussah.
Venom.
Yelas beschwingte Schritte wurden einen Moment lang langsamer, als sie das altbekannte Gesicht des kleinen Mutanten erkannte. Verdammt, was hatte Rage denn mit dem zu schaffen? Doch im nächsten Augenblick wurde ihr Schritt wieder fester.
Und so kam es, dass sie schnurstracks auf Venom zuging und ihm und ihm eine ordentliche Ohrfeige verpasste, dass selbst ihre Hand brannte.

„Sag mal, hast du einen vollkommenen Knall?!“

Normalerweise war man es von Yela nicht gewohnt, dass sie schrie, aber ausnahmsweise einmal sprang der Ton ihrer Stimme ein klein wenig lauter als sonst. Nun, klein wenig ist noch untertrieben.

„Dir ist schon klar, dass du Rage heute morgen hättest umbringen können, oder?! Und diese dämliche Aktion mit dem Schützer danach? DENKST DU ÜBERHAUPT EINMAL NACH, BEVOR DU SCHWACHSINN ANSTELLST?! Oder denkt sich da ein gewisses krankes Gehirn, 'Lass mal Scheiße bauen!' Herrje, selbst unsre hauseigenen unnetten konnten sich zurück halten. Aber nein, der Herr muss ja unbedingt mitmischen! Wie sehr du mich ankotzt!“

So, das sollte eigentlich fürs erste reichen, oder? Ach nein... Yela holte aus, um ihm eine weitere Ohrfeige zu verpassen.


.•●(In der Halle - steht bei Rage und Venom, hat letzteren zusammengebrüllt und will ihm eine zweite Ohrfeige verpassen)
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Amara

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BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Di Feb 09, 2010 8:39 pm

Sie schlürfte noch einen Schluck Kaffee. Koffein tat ja bekanntlich den Nerven gut. Jedenfalls hatte sie das mal irgendwo gehört, und ihr gefiel es, also konnte es so falsch nicht sein. Sie brauchte jetzt einfach etwas, das gut tat und vertraut war. Schließlich war das Treffen ja gerade nicht vertraut und die einzigen Personen, die sie kannte, waren beschäftigt. Also war Kaffee ihr einziger Freund, zumindest im Moment.
Denn den Kerl da konnte man nicht als Freund bezeichnen. Vielleicht um acht Ecken, aber selbst dann würde sie ihn nicht als Freund bezeichnen, ehr als Bekannten. Und das stimmte ja noch nicht mal. Sie kniff leicht die Augen zusammen und musterte ihren Plastikbecher in der Hand, nahm noch einen Schluck und genoss das heiße Zeug einen Moment auf ihrer Zunge, ehe sie es runterschluckte.
Sie lauschte dem, was der andere ihr erzählte. Ein ganzer Batzen Namen für ihn. Sie lächelte leicht. Nicht wichtig genug, um erwähnenswert zu sein? Na, sie hoffte doch, dass Seth nicht so über sie dachte. Dann würde sie ihm wohl oder übel wieder die Hölle heiß machen müssen. Und zwei Mal an einem Tag wäre doch ziemlich mies. Das musste nicht sein, ihre Nerven würden da auch nicht mitmachen.

Müsste jeden Moment losgehen. Wenn nicht, werde ich gewalttätig und mische den Laden etwas auf. Abgemacht?

Während er seine Kekse knabberte, leerte sie ihren Plastikbecher und streckte sich leicht. Ganz ehrlich, die Schützer waren lahme Enten. Sie hätten schon lange mit dem Treffen durch sein können und sie stünde zuhause unter einer heißen Dusche und könnte sich entspannen. Nein, sie stand hier immer noch rum und wartete vermutlich auf irgendeinen alten Sack, der von Rettung der Menschen oder so sprach. Das würde ja was sein, wirklich ein Grund zum freuen.
Unwillkürlich warf sie wieder einen Blick zu Seth. Und spürte, wie etwas in ihr erfror. Er hatte seine Hand an dem Arm des Mädchens.
Okay. Ruhig Blut. Das bedeutete doch noch gar nichts.
Und warum lächelte er sie dann bitte an? Warum grinste er verlegen? Warum stammelte er so offensichtlich herum? Das tat doch kein normaler Mann in einem Gespräch, außer, das da war wirklich werauchimmer. Wasauchimmer.
Offensichtlich war eher Amara hier die wasauchimmer, wenn er einfach so andere Frauen betatschte, während sie noch im selben Raum war.

Misha, entschuldige mich einen Moment, ich muss da mal was klären.

Und wie sie das musste, langsam reichte ihr die ganze Sache. Heute Morgen hatte sie sich falsch benommen, ja, aber jetzt war es doch eindeutig ER, der sich leicht daneben benahm, oder? Mit schnellen Schritten durchquerte sie den Raum und baute sich neben Seth auf, warf dem Mädchen und ihm einen vernichtenden Blick zu.

Gut, das will ich jetzt klären. Erstens, wer ist sie, zweitens warum redest du mit mir nicht über irgendwelche Frauen in deinem Leben und drittens, deinen Kaffee hab ich selbst getrunken, ha! Hol dir doch selber einen!

Gut, das war jetzt nicht ganz das, was sie gewollt hatte, aber einen Doppelmord fand sie dann doch etwas überzogen. Ihr Blick glitt kurz zu dem Mädchen und sie spitzte die Lippen. Ach, waren Dunkelhaarige sein Beuteschema? Gleich Morgen würde sie sich die Haare wasserstoffblond färben!


(Im Raum // Bei Seth und Darja, wütend)
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BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Di Feb 09, 2010 10:52 pm


Sie hätte es seien lassen sollen. Wirklich. Sie hätte heute morgen einfach im Bett liegen bleiben und diese verdammten Angelgenheiten der anderen Mutanten ignorieren sollen. Natürlich ging es sie ja irgendwie auch etwas an, das konnte sie ja schlecht verleugnen, aber der passive Part war eher ihrer und hätte es auch bleiben sollen.
Heute morgen hatte sie schon einen Zusammenstoß mit diesem Biest gehabt und sie hatte so das Gefühl, dass sie schnell verschwinden sollte, wenn sie ihr nicht nochmal begegnen wollte.
Doch man ließ sie nicht gehen. Niemand versperrte ihr den Weg oder soetwas, aber auch wenn Seth's Hand sie nur kaum merklich festhielt, so schien es ihr doch nicht möglich zu gehen. Nicht weil sie unbedingt bei ihm bleiben wollte, sondern wohl eher weil er irgendwie recht fertig wirkte, so durcheinander.
Das Biest hieß also Amara und war nur eifersüchtig. Wie zur Hölle sollte diese Information sie beruhigen? Mit eifersüchtigen Frauen war ja nunmal wirklich nicht zu Spaßen.
Nunja vielleicht könnte er sie dann ja ein wenig anrösten, so nur ein ganz klein wenig. Sie würde auch alle Verantwortung auf sich nehmen. Vielleicht wäre auch ein Eimer Wasser angebrachter, so als Kühlung, um sie am Verdampfen oder Explodieren zu hindern.
Ach sie sollte nicht zu viel Nachdenken. Immerhin befand sie sich grade in einem Gespräch, wenn auch eher auf der passiven Seite davon, trotzdem sollte sie wohl etwas aufmerksamer sein.
Darja legte den Kopf leicht schief und betrachtet ihr Gegenüber, dass grade ein wenig herumstotterte und versuchte irgendeine Frage über die Lippen zu bringen.

Ok. Irgendeine Frage war wohl leicht untertrieben gewesen. Wie, was, woher zum Teufel kannte er ihren Nachnamen? Also wirklich kennen schien er ihn ja nicht, aber warum zum Teufel nahm er an, dass eben dies ihr Nachname war? Sollte sie ihm ehrlich antoworten? Er wirkte ja nett und so, aber dieses so einfach mal den Namen und sowas preisgeben war nun wirklich nicht ihres.
Ach wurscht. Sie hatte jetzt eh keine Zeit zum ewiglangen Überlegen.

"Also...also ehm ja das ist mein Nachname, aber...nunja wieso kommst du dadrauf?"

Sie versuchte es mit einem Lächeln, was ihr aber wunderbar misslang und noch bevor sie die Flucht ergreifen konnte, stand aufeinmal ein Biest vor ihr, dass sie nun grade so wirklich gar nicht sehen wollte.
Was zum Teufel hatte diese Welt eigentlich gegen sie?
Vorsichtshalber wich Darja mal einen Schritt zurück, während Amara Seth zu einem mentalem Brei verarbeitete und hoffte, dass wenigstens sie für heute nochmal verschont blieb. Dieser Tag begann ihr allmählich viel zu chaotisch, verwirren und überhaupt daneben zu werden. Das hieß dann wohl Kamikaze. Sie atmete einmal tief durch und wandte sich dann an Amara.

"Nun auch auf die Gefahr hin getötet zu werden, würde ich doch bitten ein wenig netter zu deinem Freund zu sein, er hat sich doch nur nach meinem Wohlbefinden erkundigt, nachdem du mich heute morgen ja so freundlich begrüßt hast, und mich davon abgehalten hier zu verschwinden bevor überhaupt etwas passiert."

Gut, dass war nicht die ganze Wahrheit, aber sie wollte das Biest ja beruhigen und nicht noch rasender machen. Sie lächelte Amara kurz an und hoffte, dass diese wenigsten etwas ruhiger wurde.


(Bei Seth und Amara / wagt einen kläglichen versuch Amara zu beruhigen)
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BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Mi Feb 10, 2010 1:02 pm

Rage und Brad redeten über diesen komischen Typen, der eben die Halle betrat. Ja… er war wirklich ein wenig oldschool, wie Rage schon sagte. Er hatte etwas Beängstigendes an sich. Einen Konflikt mit dem hieß es wohl zu umgehen.
Rage schien jemanden gesichtet zu haben. Es war Yela, die sie auch gleich zu sich und Bradley rief. Wie es aussah würde er hier nicht mehr länger alleine mit Rage stehen. Yela näherte sich ihnen. Das verhieß nichts Gutes. Nichts Gutes für Bradley. Sie war sicherlich noch sauer wegen dem Ereignis am Bürogebäude. Sie kam näher und verpasste Brad eine Ohrfeige. Dann bestürmte sie ihn mit einer Standpauke. Er versuchte ruhig zu bleiben…

„Ich bin erschienen, weil ich gerufen wurde. Sag mir findest du es richtig, dass die Mächtigen immer die Saiten ziehen und, dass die Mächtigen immer den Kuchen bekommen?“

Yela holte zu einer weiteren Ohrfeige aus. Bradley hielt ihre Hand fest.

„Ich will deine zweischneidige Zunge herausschneiden. Ich bin eine Gefahr in deinem Paradies. Wir sollten uns mal wieder beruhigen. Oder wollen wir hier etwa unnötig Blut vergießen?“

Dann ließ Bradley Yelas Hand wieder los, atmete tief durch und schaute dabei zu Rage.


In der Halle // bei Rage und Yela
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BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Mi Feb 10, 2010 8:59 pm

Sollte er sich geirrt haben, dann war das ganze schön peinlich. Gerade, weil er so rumgedruckst hatte, würde es noch schlimmer werden. Uuuund natürlich auch die Tatsache, dass er bestimmt nicht unbeobachtet von Amara war. Er würde sich rechtfertigen müssen. Hoffentlich lenkte Misha sie ein wenig ab. Es war nicht so, dass er seine Tätigkeiten vor ihr verheimlichen wollte. Aber sie war so verdammt kratzbüsrtig, da musste er Darja schon zustimmen. Aber sie konnte auch anders. Konnte. Musste nicht. Da lag wohl das Problem mit ihnen. Das müsste man auch noch in den Griff bekommen. Hoffentlich. Und hoffentlich nahm Darja ihm nicht übel, dass er sie festgehalten hatte. Es war ja nicht so, als würde er da mit seinem Gewissen ringen müssen oder so. Es brachte ihn beinahe um. Am liebsten wäre er schreiend weggerannt, und hätte sich unter seine Decke verzogen. Aber da das schon zur Genüge angemerkt wurde, muss man die ganze Misere nicht noch einmal aufs äußerste ausbreiten.

Sein Herz setzte einen Schlag lang aus, als sie bestätigte, dass sie Tatsächlich eine Jakobine war. Also doch. Am liebsten hätte er sie nun in den Arm genommen, doch einen weiteren Schlag verweigerte sein Herz ihm, als Amara sich zu ihnen gesellte, ihn anfuhr. Natürlich war es ihr nicht unentdeckt geblieben, was ihr Freund da trieb, und natürlich... natürlich war sie stinkig. Es Er verstand sie ja. Verstand ihre Eifersucht auf einem gewissen Level. Aber sie wusste doch, sollte doch wissen, dass er ihr vertrauen konnte. Hatte er ihr nicht zuvor schon erklärt, dass da nichts war! Nein.... nein... irgendwie anders hatte er es formuliert. Verdammt, du dämliches Hirn, konnte man sich nicht einmal mehr auf dich verlassen?

„Mein... mein Kaffee?“

entgeistert starrte er Amara an, als hätte es die Worte davor gar nicht gehört. Ach ja, sie hatte was von wegen Kaffee geredet, als sie ihn mit Steven hatte stehen lassen. Aber das sie ihn allein trinken würde, das hatte sie verschwiegen. Was für ein gemeines Biest!
Aber nein, nun nicht vom Thema ablenken. Da gab es noch ein paar Kritikpunkte, die sie angebracht hatte. Zum Beispiel, wer Darja denn war. Und warum er nicht mit ihr über irgendwelche Mädchen redete. Aber bevor er antworten konnte, kam Darja ihm zuvor.
Ups, das könnte doch schief gehen, bevor Amara sie auch noch anfahren konnte, schob er sich nun zwischen die beiden, sah von einer zur anderen.

„Bitte, tut mir einen gefallen, und kratzt euch nicht gegenseitig die Augen aus, ja?“

Dann wandte er sich komplett zu Amara und sah ihr fest in die Augen.

„Ich rede mit dir nicht über irgendwelche Frauen aus meiner Vergangenheit, aus dem selben Grund, warum du nicht mit mir über irgendwelche Kerle aus deiner redest. Es ist unnütz und schafft doch misstrauen. Die Vergangenheit ist doch vorbei.“

Meistens zumindest. Nun wandte er sich wieder so, dass er sowohl Amara als auch Darja ansehen konnte.
Verdammt, er war nichtmal ein guter Redner, und nun musste er erklären, dass er seine Schwester wieder gefunden hatte!! Das konnte doch nicht so schwer sein.... oder? Doch. Die Worte wollten nicht so recht kommen.

„Aber hier.. ist es .. was anderes.... Darja... ist...scheint.... meine Schwester....“

Konnte das denn wirklich SO schwer sein? Er biss sich auf die Unterlippe, ordnete seine Gedanken, wandte sich dann direkt an Darja und hielt ihr eine Hand wie zum Gruß hin.

„Ich hab mich eben falsch vorgestellt, glaub ich. Du kennst mich ja nur unter dem Namen Garet Jakobine.“

Er hoffte, es reichte für Darja zum verstehen. Und Amara. Hoffentlich verstand sie sein Gestammel.
nun... peinlich.


(Im Konferenzgebäude - versucht Darja und Mara die Sache zu erklären)
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BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Fr Feb 12, 2010 9:02 pm

(An alle Radikale!)


Sauteuer diese Lagerhalle. Aber wer eine Gruppe leitete, der musste eben ab und zu tief in die Tasche greifen. Und er hatte es ja schließlich. So war das bei ihm, ein glückliches Händchen, was Geld anging. Es war kein Problem, diese Lagerhalle zu ergattern und sie den Radikalen zur Verfügung zu stellen. Ein Treffen zu koordinieren und zu organisieren war ebenfalls mehr als einfach gewesen. Es hatte nur ein paar Telefonnummern bedurft und die Nachricht hatte schnell die Runde gemacht. Von seinen Gehilfen hatte er noch am selben Tag erfahren, dass die SMS angekommen war.
Der Anschlag auf das Hochhaus am Morgen war gut gelungen. Er war zufrieden. Zugegeben, es war ein wenig stümperisch ausgeführt worden und es hätte besser sein können, aber im Großen und Ganzen war er zufrieden. Er hatte einen Knall verlangt und es hatte einen Knall gegeben. Einen Knall mit Toten und großem Trara in den Medien. Was der Zweck des Ganzen gewesen war. Einen Wirbel, einen Aufruhr. Hass.

Wenn er sich nicht beeilte, würde seine eigene Anhängerschaft ebenfalls Hass empfinden. Für ihn. Denn wenn sich der eigene Boss verspätete - wie sollte es denn dann mit der Moral der Truppe klappen? Erst als die Limousine vor der Lagerhalle hielt, konnte er sich ein wenig entspannen. Er stieg aus dem weißen Gefährt und schritt schnell über den Vorplatz, winkte die draußen stehenden Radikalen in die Halle und betrat sie hinter ihnen.
Ein Gesumm um ihn her war da. Stetig. Nicht nur die Stimmen sondern auch die Gedanken der anderen. Angenehm. Er mochte es, zu wissen, was sein Gegenüber dachte.
Er bahnte sich einen Weg durch die Radikalen, nickte hier und da jemandem zu, und betrat das Podium. Mit einer Hand strich er das dunkle T-Shirt glatt und trat an den Rand der kleinen Bühne. Er spitzte die Lippen und sah über die Köpfe der anderen.
Das Summen verstummte.

Meine Freunde!

Immer ein guter Satz, um eine Rede zu beginnen. Auch wenn er die wenigstens hier als seine Freunde bezeichnen würde. Er strich sich das Haar zurück und begann dann mit dem, was er zu sagen hatte.

Heute Morgen fand, wie ihr sicherlich bereits alle wisst, eine kleine Aktion unserer Reihen statt, die auch einigen Erfolg hatte. Danke an dieser Stelle an all jene, die bei diesem kleinen Knall mitgeholfen haben. Doch es gibt weit größere Dinge, die wir tun können. Und glaubt mir, wir werden sie tun.
Ich habe euch hierher gebeten, um mich direkt an alle zu wenden. Es ist mit zuwider, immer über Dritte zu vermitteln, was ich zu sagen habe. So geht, meiner Meinung nach, einfach zu viel verloren.
Also. Im Moment sieht die Situation wie folgt aus: es steht in den nächsten Tagen kein weiterer Auftrag an. Denn den nächsten müssen wir erst gebührend vorbereiten. Aber ich kann euch jetzt schon versprechen, dass er größer und bedeutsamer werden wird, als das kleine Feuerwerk im Hochhaus von heute morgen. Ich bitte euch also, euch gut vorzubereiten, denn wir werden mehr als einen brauchen, der aktiv wird.
Und denkt auch an die Schützer. Sie scheinen langsam warm zu werden und zu wissen, wann wir zuschlagen. Gebt also gut Acht und versucht, diese kleinen Stümper daran zu hindern, uns zu hindern.


In der Tat, sie waren wirklich nervig. Und schienen besser Bescheid zu wissen, als er gedacht hatte. Wenn es unter den hier anwesenden einen Spitzel gab, würde er das noch schnell genug herausfinden, denn die Köpfe anderer waren für ihn wie eine Sardinendose, er konnte sie einfach öffnen und hinein sehen.

Ihr werdet also in zwei Tagen von den Anführern der Radikalen, von mir und meinen Helfern, bescheid kriegen, wann und wo ihr euch einzufinden habt. Und worum es gehen wird. Bis dahin, haltet euch bereit und gesund.
Damit ist die Versammlung beendet. Noch einmal meinen Dank für das Chaos von heute morgen. Weiter so.


Und damit war alles gesagt.
Es würde ein Unheil geben, größer als zuvor, größer, als die Menschen erwarten würden!
Mit einem leisen Lächeln auf den Lippen verließ er die Halle und steuerte zurück in die Stadt.


(Nach diesem Text folgt nur noch der Text von Theodore, danach wird dieser Thread geschlossen. Bitte wartet mit dem Posten bis zu Eröffnung des Neuen.)
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Theodore

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BeitragThema: Re: Beratung und Planung   Do Feb 18, 2010 5:51 pm


Theodore saß auf der Rückbank seines Wagens und zupfte an seinem Anzug herum. Er sollte schließlich einigermaßen ordentlich aussehen, wenn er mit „seinen“ Schützern sprach. Allerdings war ihm im Moment nicht wirklich danach zumute. Trotz seiner Quellen bei den Radikalen war es ihm nicht gelungen den Anschlag zu verhindern. Er hatte nicht verhindern könne, dass dieses Gebäude einstürzte und er hatte, was noch viel schlimmer war, nicht verhindern können, dass diese Menschen starben. Und um all dies noch besser werden zu lassen, würden nun wohl noch mehr Menschen glauben, das alle Mutanten durch und durch böse und gefährlich und all so was seine. Er seufzte auf.
Ach was würde er nur dafür geben, wenn das Leben einmal wie in einem dieser, leider unrealistischen, Filme wäre in denen das „Gute“ praktisch mit links für Frieden sorgte, doch stattdessen lag er nachts wach und konnte nicht schlafen, weil er wusste, dass die Radikalen fröhlich und ungehindert ihre Pläne sponnen.
Der Wagen hielt vor dem großen Gebäude in dem Theodore einen Raum für das heutige Treffen gemietet hatte. Na dann würde er wohl mal versuche müssen die Schützer irgendwie zu motivieren nicht gleich die Köpfe hängen zu lassen.
Während er zu dem Konferenzraum lief, sammelte er hier und da den ein oder anderen Schützer ein, sodass er, als er dann endlich im besagten Raum angelangte, von einer kleinen Schützergruppe verfolgt wurde, was zumindest den Vorteil hatte, dass er recht schnell bemerkt wurde.
Zuerst hatte er ja überlegt seine Rede so zu halten wie es „üblich“ war, also mit einem Rednerpult, aber kurz vor dem Treffen hatte er es sich anders überlegt. Theodore empfand solchartige Reden immer als recht einschläfernd. Daher hatte er einen großen Tisch in den Raum stellen lassen, an dem alle Schützer Platz finden würde. Viele waren es ja nicht. Vielleicht um die 30 Mutanten, die sich hier eingefunden hatten. Darum erschien ihm so ein Tisch irgendwie passender. Er wirkte vor allem nicht so steif und formell, sondern eher etwas lockerer und so war er einfach näher bei den Mutanten. Und das war ihm sehr wichtig.
Während er zu einem freiem Platz begab, setzten sich auch die noch herumstehenden Schützer. Theodore schaute sich um und musterte jeden der Schützer kurz. Die meisten Gesichter hatte er schon mal gesehen und einige waren ihm wiederum völlig fremd. Doch von allen wurde er doch recht neugierig betrachtet. Nun ja dann wurde es wohl Zeit für seine Rede. Theodore räusperte kurz und erhob sich dann.

“Meine lieben Freunde!
Ich muss mich dafür entschuldigen euch an diesem Tag noch einmal belästigen zu müssen und euch damit davon abhalte euch auszuruhen.“

Er warf denjenigen unter den Schützern, welche ziemlich müde aussahen einen kurzen Blick zu.
“Ich wünschte die Umstände unter denen wir hier zusammentreffen wären ein wenig glücklicher. Leider ist dem nicht so. Denn obwohl uns bekannt war, dass die Radikalen etwas, einen Anschlag, planen, so hatten wir nicht mit einer solchen Tat gerechnet und dir vor Ort anwesenden Schützer konnten somit die Radikalen nicht an der Ausführung ihres Plans hindern. Dennoch danke ich euch, dass ihr anwesend wart und das obwohl es nun wirklich nicht ungefährlich ist, sich als Mutant an einem solchem Ort aufzuhalten.“
Theodore machte eine kurze Pause und blickte hinunter auf seine Hände.
“Doch an der Vergangenheit können wir nun nichts mehr ändern und wir haben jetzt mit einer für uns immer gefährlicher werdenden Gegenwart zu tun.
Vielleicht habt ihr ja mitbekommen, dass der größte Teil er Medien diese Tat allen Mutanten anhängt, kaum jemand unterscheidet uns noch von den Radikalen. Und aufgrund der heutigen Verbrechen Letzterer werden wohl noch mehr Menschen darauf plädieren uns Mutanten unschädlich zu machen oder zu versuchen dies gleich selbst in die Hand zu nehmen.
Ich habe zwar bereits, wie bei allen Vorkommnissen dieser Art, eine Stellungnahme abgegeben, um den Menschen mitzuteilen, dass wir Schützer an diesem Verbrechen nicht beteiligt waren und versucht haben dieses zu verhindern, doch wage ich zu behaupte, dass es nur wenige geben wird, die diese beachten werden.
Ich bitte euch daher für die kommende Zeit um eines: Auch wenn es euch nicht leicht fallen wird, so versucht bitte euch ruhig und bedeckt zu halten. Soweit es euch möglich ist nicht öffentlich zur Schau zu stellen.
Der Grund dafür ist, dass die gesamte Situation hier im Moment auf Messers Schneide steht, eine falsche Aktion und das eskaliert und wird sehr unschön, was wir zu vermeiden versuchen.“

Theodore legte wieder eine kurze Pause ein und ließ das Gesagte kurz sacken.
“Des weiteren möchte ich euch darum bitten es nicht darauf anzulegen euch irgendwie mit den Radikalen zu schlagen. Heute morgen sind ja ein paar von euch aneinander geraten, aber im Allgemeinen ist dies nicht sehr ratsam. Ebenso möchte ich euch davon abraten auf eigene Faut etwas gegen die Radikalen zu unternehmen. Wir haben Informanten sowohl bei als auch im Umfeld der Radikalen und sobald sie etwas planen, sei es noch so geheim, werden wir davon erfahren und euch direkt informieren beziehungsweise ein weiteres Treffen abhalten.
Bis dahin bitte ich euch meine Ratschläge zu befolgen und zu versuchen diese, wenn auch sehr gefährdete, Ruhe zu wahren.
Das wäre dann auch alles was ich euch zu sagen hätte. Ich wünsche euch ein paar ruhige Tage und hoffentlich werden wir uns sobald nicht wieder sehen.“

Theodore lächelte alle Schützer kurz an, verabschiedete sich noch einmal und verließ dann den Raum.
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